Inspiration 

 „Gesundsein heißt, schöne Muster zu haben.“ - Shipibo

Bei meiner Malerei habe ich mich u.a. von den Ayahuasca-Malereien peruanischer Künstler inspirieren lassen.

Ayahuasca, oder auch Yagé genannt bedeutet „Rebe der Seele“ und ist ein halluzinogener Pflanzensud, der aus einer südamerikanischen Lianenart hergestellt wird und „ist eines der stärksten schamanischen Heilmittel. Richtig angewandt, schenkt Ayahuasca Heilung und Gesundheit, verleiht persönlich bedeutsame Visionen und stimuliert das kreative Schaffen.“* Die Teilnahme an einem Ayahuasca-Ritual unter Aufsicht eines erfahrenen Schamanen ist oftmals die letzte Hoffnung für todkranke Menschen. „Entweder nimmt der Schamane Ayahuasca, um die Krankheit im Patienten zu erkennen, oder er gibt dem Patienten auch Ayahuasca und führt ihn durch die „wirkliche Wirklichkeit“ zu seinem eigenen Zentrum. Dadurch kann der Patient seine Probleme oder Krank-heitsursachen erkennen und so verändern bzw. beheben. ... Schamanen sind keine „abergläubischen Spinner“, sie sind vielmehr „echte“ Naturwissenschaftler.“*

Einer der bekanntesten Künstler seiner Ayahusca-Visionen ist Pablo Amaringo, ein peruanischer Schamane (1938 – 2009), bei dem auch viele andere Künstler in die Schule gegangen sind.

Ich habe zwar noch nie an einem Ayahuasca-Ritual teilgenommen, aber was ich damit sagen will, ist, ich setze nicht einfach nur Punkt, Punkt, Komma, Strich aneinander, sondern dass mir die Bedeutung der Muster und Zeichen, auch die der nordamerikanischen Indianer durchaus bewusst ist. Mit meiner Kunst möchte ich diese Bedeutung, Symbolik, Wirkung gern als Botschaft den Menschen mit auf ihren weiteren Lebensweg geben, aber auch vor allem auf die Kultur und das uralte Wissen der indigenen Urvölker, die ja oftmals gern als Hinterwäldler abgetan werden, aufmerksam machen. Sie sind es, deren Worten wir lauschen und sie befolgen sollten.

Die Muster der indigenen Kunst haben alle ihre Bedeutung. Dazu mehr unter der Rubrik "Symbolik"

*Zitiert aus dem Buch „Ayahuasca“ von Arno Adelaars, Christian Rätsch und 
Claudia Müller-Ebeling.


Verkauf



Ich möchte, dass der Betrachter zuerst das „Werk“ anschaut und nicht sofort auf den Preis sieht und sich davon beeinflussen lässt. Deshalb sind meine „Werke“ nicht mit Verkaufspreisen versehen.
Preise werden auf Anfrage genannt.

Im übrigen bin ich derselben Meinung zur kommer-zialisierten Kunst wie Joan Miró: Zitiert aus dem Buch „Joan Miró“ von Hans Platschek aus dem Kapitel „Miró otro – der andere Miró“.
Zu seinen angebrannten Bildern: „Aber“, so der Einwand von Raillard, „diese angebrannten Bilder sind doch 1974 in Paris, in Ihrer Retrospektive im Grand Palais gezeigt worden; auch sie sind doch Börsenwerte geworden.“ Miró: „Das schert mich nicht. Aber es ist eine schlimme Sache, und es hat die Beziehung der Leute zur Malerei verfälscht; die Leute sehen keine Bilder mehr, sie sehen nur noch Dollars.“
Der Graffity-Streetart-Künstler Banksy hat vor kurzem das Ganze mehr als unterstrichen, als sein Bild nach erfolgreicher Versteigerung bei Sotheby's, London von einem im Rahmen installierten Schredder zu Schnipseln verarbeitet wurde. 

Symbolik der indigenen Muster und Zeichen

Einige Beispiele, und es gibt noch viele mehr davon:

Zickzackmuster und Rauten repräsentieren Schlangen und sind nicht nur im Ayahuasca-Kontext besonders bedeutsam, sondern für den Schamanismus insgesamt, bei dem es ja vornehmlich um die Abwehr von Krankheiten mit Hilfe verbündeter Tiergeister geht.

Spiralen und Kreise gelten weltweit als Symbole des Werdens und Vergehens.

Von Strahlen und Dreiecken umgebene Kreise werden von den Tukano als Sonne und fruchtbare Kraft des mythischen Sonnenvaters interpretiert. Ebenso stellen die Tukano-Indianer Prozesse und Energien als Punkte dar und erklären sie als männlichen Samen, Befruchtung oder aufsteigende Gedanken.

Kreuze verstehen schamanische Gesellschaften inter-kulturell als Vereinigung männlicher und weiblicher Prinzipien, aus der die Vielfalt der Schöpfung hervorgeht. Die Swastika z. B., die wir alle als Hakenkreuz kennen, gilt bei den Navajo als Treuesymbol für Sonne und Erde. Historisch gilt die Swastika allgemein als Glückssymbol und als zentrales Symbol des lebendigen Gleichgewichts und der ewigen Erneuerung von Harmonie in Zeit und Raum. Die nach .links abgewinkelte Swastika ist ein Symbol ewiger Schöpfung und steht für Festigkeit, Ausdauer und Beständigkeit

Tiersymbolik: Im schamanischen Geschehen und der davon beeinflussten Kunst spielen Tiere als Hilfsgeister eine wichtige Rolle. Dazu gehören vor allem Vögel, Schlangen und

der Jaguar als gefürchtetes wie auch bewundertes ambivalentes Wesen, in das sich mächtige Schamanen verwandeln können und das als Vermittler zwischen Menschen und Göttern gilt.

Schlangen versinnbildlichen die Verwandlung als Kreislauf von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt, indem sie sich häuten.

Der Adler verkörpert die göttliche Kraft. Er lehrt, dass es wichtig ist, das ganze Muster des Lebens zu erkennen, mit allen Licht- und Schattenseiten. Das bedeutet, sowohl negative als auch positive Ereignisse als Erfahrungen zu betrachten, die einem höheren Zweck dienen und helfen, das eigene Selbst weiterzuentwickeln. „Besiegen Sie Ihre Furcht, blicken Sie über Ihren eigenen Horizont hinaus, verbinden Sie sich mit dem Element der Luft und fliegen Sie! Dies ist die Aufforderung des Adlers.*


*Zitiert aus dem Buch „Symbole der Indianer Nordamerikas“ von Heike Owusu